Handgewebt
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Häufig gestellte Fragen
Ein handgewebter Teppich wird auf einem Webstuhl von Hand gearbeitet, indem Schussfäden durch die gespannten Kettfäden geführt werden. Das Muster entsteht im Gewebe selbst, deshalb sind handgewebte Teppiche meist flach, leicht und auf Vorder- und Rückseite ähnlich. Bei TIGIN finden Sie handgewebte Teppiche in Baumwolle, Wolle, Jute und Mischungen, vom Kelim bis zum schlichten Läufer. Material und Herstellungsart stehen in den Produktangaben. Mit den Filtern grenzen Sie nach Größe, Farbe, Form und Stil ein und finden den handgewebten Teppich, der zu Ihrem Zuhause und Ihrer Einrichtung passt, ob im Flur oder unter dem Esstisch.
So entsteht ein handgewebter Teppich
Auf dem Webstuhl sind die Kettfäden senkrecht oder waagerecht gespannt. Der Weber führt den Schussfaden abwechselnd über und unter die Kettfäden und schlägt ihn fest an. Für ein Muster wechselt er die Garnfarben. Weil nicht jede Reihe maschinell vorgegeben wird, entsteht jedes Stück ein wenig anders. Je nach Webtechnik, Größe und Garn dauert die Arbeit Tage bis Wochen. Die Kettfäden bleiben am Rand oft als Fransen stehen.
Typische Merkmale
- Flach: Es gibt meist keinen langen Flor. Der Teppich liegt dicht am Boden, Türen laufen frei darüber.
- Beidseitig ähnlich: Die Rückseite zeigt bei vielen Flachgeweben dasselbe Muster wie die Vorderseite.
- Leicht: Handgewebte Teppiche sind meist leichter als dichter, geknüpfter Flor und lassen sich gut tragen.
- Unregelmäßigkeiten: Kleine Abweichungen bei Kanten, Farbfeldern und Fransen gehören zur Handarbeit.
- Natürliche Materialien: Häufig Baumwolle, Wolle oder Jute, siehe Juteteppiche.
Bekannte handgewebte Teppicharten
Zu den bekanntesten gehört der Kelim, ein flachgewebter Teppich mit geometrischen Mustern. Ähnlich aufgebaut sind Dhurries aus Indien und viele einfarbige oder gestreifte Baumwollteppiche. Die Handweb-Teppiche bündeln diese Handarbeit. Zu den Flachgeweben insgesamt gibt es eine eigene Seite: Flachgewebe-Teppiche. Dort finden Sie auch Modelle, die nicht von Hand gefertigt sind.
Handgewebt oder maschinengewebt?
Maschinengewebte Teppiche entstehen auf mechanischen oder computergesteuerten Webstühlen, siehe maschinengewebte Teppiche. Dort sind Dichte und Muster exakt wiederholbar, jedes Stück gleicht dem nächsten. Handgewebt bedeutet dagegen: Ein Mensch führt den Faden. Das macht das Ergebnis lebendiger, aber auch weniger gleichmäßig, und es spiegelt sich meist im Preis. Handgewebt unterscheidet sich außerdem vom handgetufteten Teppich, bei dem Flor in ein Trägergewebe geschossen wird, siehe handgetuftete Teppiche.
Wo handgewebte Teppiche gut passen
Flach und leicht passen sie in den Flur, in die Küche und unter den Esstisch, weil sich Stühle darauf gut bewegen lassen. Im Wohnzimmer wirken sie locker und natürlich, besonders im Boho– und Landhausstil. Wegen der geringen Dicke empfiehlt sich meist eine Antirutschunterlage, siehe Ratgeber Antirutschmatte. Sie schützt außerdem den Boden und verlängert die Lebensdauer des Teppichs.
Material und Garn
Bei handgewebten Teppichen bestimmt das Garn den Charakter. Baumwolle ist weich und meist gut zu reinigen, Wolle federt stärker und wärmt, Jute wirkt grob und natürlich, ist aber empfindlicher gegen Nässe. Mischungen verbinden diese Eigenschaften. Die Dichte des Gewebes wirkt sich auf Gewicht und Haltbarkeit aus. Das Material jedes Teppichs steht in den Produktangaben.
Pflege und Haltbarkeit
Flachgewebe lassen sich gut saugen. Fransen saugen Sie nicht mit Bürste ab. Flecken tupfen Sie sofort ab, ohne zu reiben. Ob ein Teppich gewaschen werden darf, steht in den Produktangaben und auf dem Pflegeetikett. Die Haltbarkeit hängt von Garn und Dichte der Webart ab: Dicht gewebte Wolle hält meist lange, dünne Baumwolle ist dafür leichter zu reinigen. Nutzen Sie bei Läufern im Flur gelegentlich beide Laufrichtungen, indem Sie den Teppich drehen. So verteilt sich die Beanspruchung gleichmäßig über die Fläche. Drehen Sie den Teppich gelegentlich, damit er gleichmäßig beansprucht wird. Mehr im Ratgeber Teppich reinigen und pflegen.